Der Mensch hat eine Eigenart. Der Mensch kategorisiert, spezifiziert, definiert. Der Mensch grenzt sich ab und stellt sich über andere - Lebewesen. Menschen denken anthropozentristisch (Mensch als Mittelpunkt der Welt). Die Idee des Menschen drückt sich (in der europäischen Geschichte) in der Unterscheidung zum Tier aus (Mensch-Tier Dualismus). „Mensch“ entscheidet, welchen „Nutzen“ ein Tier hat. Spezizismus ist Größenwahn, ist aber vor allem, und hier wird es für nichtmenschliche Lebewesen gefährlich, Begründung einer Rechtfertigung. Der Rechtfertigung, nichtmenschliche Tiere zu töten, zu halten und zu beherrschen. Schweine und Katzen werden versklavt, unterscheiden sich in ihrer Art der Versklavung jedoch dadurch, dass Katzen in den meisten Kulturen der Erde nicht auf den menschlichen Teller kommen, während Schweine gefressen werden. Dabei ist der Körperbau aller Tiere eigentlich ein Beweis dafür, dass alle Lebewesen in irgendiner Art und Weise zusammengehören und sich lediglich mit unterschidelichen Ausprägungen entwickelt haben.
Nehmen wir das Beispiel des Vogelflügels. Dieser hat die exakt gleichen Knochen und den selben Aufbau wie der Arm eines Menschen. Doch Menschen verdrängen diese Fakten. Menschen, und damit pauschalisiere ich bewusst, sind Meister:innen im Schönreden, im rechtfertigen und erklären. Als Grundlage dazu dient der Spezizismus.
Noch immer essen menschliche Lebewesen Fleisch, halten Vögel in kleinen Käfigen, nutzen Tiere für Versuche.
51% nichtmenschliche tiere
[2022]
Denke an eine neue Geschichte. Denke an Evolution, an die Entwicklung der Spezien, an eine Neuordnung der Gattungen. Du findest Höhlenmalereien, von Lebewesen. Diese Lebewesen lassen sich von dir nicht zuordnen, sind Mischwesen einer alternativen Entwicklung. Mensch und Tier lassen sich nicht mehr unterscheiden, Zuordnungen nicht mehr möglich. Die Mensch-Tier Beziehung unserer Zeit hat versagt, da „mensch“ sich anthropozentristisch verhält. (Mensch als Mittelpunkt der Welt)Die Idee des Menschen drückt sich ( in der europäischen Geschichte) in der Unterscheidung zum Tier aus. Dieser Mensch-Tier Dualismus führt dazu, dass Tiere einen Nutzen zugeschrieben bekommen.
Ich habe mir die Frage gestellt, wie genau dieser Dualismus, dieser tierleidbringende Spezizismus, verhindert werden kann.
Ich stehe also am Anfang. Am Anfang des Lebens. Wie können Lebewesen erzeugt werden, welche kein Produkt natürlicher Kreuzung sind, welche sich nicht durch bestehende Definitionen zuordnen und kategorisieren lassen und somit weder „nutzen“ noch „bestimmung“ haben.
Die Erzeugung durch „mensch“ erscheint als nicht sinnvoll, da in bestehenden mustern gedacht/er- geschaffen wird, somit nix neues entstehen kann. Behilflich ist mir daher ein Algorithmus. Dieser fungiert als neuordnende Maschine.
Die Bilder wurden durch sogenannte Textprompts erzeugt. Durch Texteingabe wird dem Algorithmus vorgegeben, welche Bilder neu gebildet werden sollen. Dies kann beipielsweise folgender Prompt sein:
„Ein Mischwesen aus Mensch und Tier sitzt auf einem Baum“
Ich erzeugte ebenfalls Bilder in einer bestimmten Reihenfolge, die sich nur minimal voneinander unterscheiden. Werden beispielsweise 300 Bilder aneinandergereiht, entsteht der Effekt eines Bewegtbildes. Um weitere dynamische Effekte zu erhalten, habe ich die Bilder und Videos mit einem Beamer auf mich selbst, Tonkacheln und eine LEinwand projeziert und dadurch mehr Tiefe und Dimensionalität erhalten. Ich wollte dadurch den Effekt erzielen, die Ebene der Zeidimensionalität aufzubrechen und somit noch mehr mit den Kreaturen zu verschmelzen.
Die Tonkachel, auf die viele der Bilder projeziert wurden, ist das analoge Gegenstück zu den sonst sehr digitalen und futuristischen Artefakten. Das zusammenspiel der beiden Elemente schafft so einen archivischen Effekt, welcher wie in einem Museum die historischen Entwicklung der Lebewesen dokumentiert.
51% nichtmenschliche tiere
[2022]
Der Mensch hat eine Eigenart. Der Mensch kategorisiert, spezifiziert, definiert. Der Mensch grenzt sich ab und stellt sich über andere - Lebewesen. Menschen denken anthropozentristisch (Mensch als Mittelpunkt der Welt). Die Idee des Menschen drückt sich (in der europäischen Geschichte) in der Unterscheidung zum Tier aus (Mensch-Tier Dualismus). „Mensch“ entscheidet, welchen „Nutzen“ ein Tier hat. Spezizismus ist Größenwahn, ist aber vor allem, und hier wird es für nichtmenschliche Lebewesen gefährlich, Begründung einer Rechtfertigung. Der Rechtfertigung, nichtmenschliche Tiere zu töten, zu halten und zu beherrschen. Schweine und Katzen werden versklavt, unterscheiden sich in ihrer Art der Versklavung jedoch dadurch, dass Katzen in den meisten Kulturen der Erde nicht auf den menschlichen Teller kommen, während Schweine gefressen werden. Dabei ist der Körperbau aller Tiere eigentlich ein Beweis dafür, dass alle Lebewesen in irgendiner Art und Weise zusammengehören und sich lediglich mit unterschidelichen Ausprägungen entwickelt haben.
Nehmen wir das Beispiel des Vogelflügels. Dieser hat die exakt gleichen Knochen und den selben Aufbau wie der Arm eines Menschen. Doch Menschen verdrängen diese Fakten. Menschen, und damit pauschalisiere ich bewusst, sind Meister:innen im Schönreden, im rechtfertigen und erklären. Als Grundlage dazu dient der Spezizismus.
Noch immer essen menschliche Lebewesen Fleisch, halten Vögel in kleinen Käfigen, nutzen Tiere für Versuche.
Denke an eine neue Geschichte. Denke an Evolution, an die Entwicklung der Spezien, an eine Neuordnung der Gattungen. Du findest Höhlenmalereien, von Lebewesen. Diese Lebewesen lassen sich von dir nicht zuordnen, sind Mischwesen einer alternativen Entwicklung. Mensch und Tier lassen sich nicht mehr unterscheiden, Zuordnungen nicht mehr möglich. Die Mensch-Tier Beziehung unserer Zeit hat versagt, da „mensch“ sich anthropozentristisch verhält. (Mensch als Mittelpunkt der Welt)Die Idee des Menschen drückt sich ( in der europäischen Geschichte) in der Unterscheidung zum Tier aus. Dieser Mensch-Tier Dualismus führt dazu, dass Tiere einen Nutzen zugeschrieben bekommen.
Ich habe mir die Frage gestellt, wie genau dieser Dualismus, dieser tierleidbringende Spezizismus, verhindert werden kann.
Ich stehe also am Anfang. Am Anfang des Lebens. Wie können Lebewesen erzeugt werden, welche kein Produkt natürlicher Kreuzung sind, welche sich nicht durch bestehende Definitionen zuordnen und kategorisieren lassen und somit weder „nutzen“ noch „bestimmung“ haben.
Die Erzeugung durch „mensch“ erscheint als nicht sinnvoll, da in bestehenden mustern gedacht/er- geschaffen wird, somit nix neues entstehen kann. Behilflich ist mir daher ein Algorithmus. Dieser fungiert als neuordnende Maschine.
Die Bilder wurden durch sogenannte Textprompts erzeugt. Durch Texteingabe wird dem Algorithmus vorgegeben, welche Bilder neu gebildet werden sollen. Dies kann beipielsweise folgender Prompt sein:
„Ein Mischwesen aus Mensch und Tier sitzt auf einem Baum“
Ich erzeugte ebenfalls Bilder in einer bestimmten Reihenfolge, die sich nur minimal voneinander unterscheiden. Werden beispielsweise 300 Bilder aneinandergereiht, entsteht der Effekt eines Bewegtbildes. Um weitere dynamische Effekte zu erhalten, habe ich die Bilder und Videos mit einem Beamer auf mich selbst, Tonkacheln und eine LEinwand projeziert und dadurch mehr Tiefe und Dimensionalität erhalten. Ich wollte dadurch den Effekt erzielen, die Ebene der Zeidimensionalität aufzubrechen und somit noch mehr mit den Kreaturen zu verschmelzen.
Die Tonkachel, auf die viele der Bilder projeziert wurden, ist das analoge Gegenstück zu den sonst sehr digitalen und futuristischen Artefakten. Das zusammenspiel der beiden Elemente schafft so einen archivischen Effekt, welcher wie in einem Museum die historischen Entwicklung der Lebewesen dokumentiert.
linos ullmann
hof 3
gerichtstrasse 23
13347 berlin
info@linosullmann.com
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hi. ich bin linos. ich mache keramik, videos, musik. am liebsten alles irgendwie zusammen und miteinander verbunden. in meinem studio in berlin. ich gebe workshops und immer dann, wenn ich genug produziert habe, lege ich es in meinen onlineshop.
bei fragen und wünschen, koorperationen oder einfach anfragen zu workshops und studiobesuchen, meld dich gerne bei mir.
hi. ich bin linos. ich mache keramik, videos, musik. am liebsten alles irgendwie zusammen und miteinander verbunden. in meinem studio in berlin. ich gebe workshops und immer dann, wenn ich genug produziert habe, lege ich es in meinen onlineshop.
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